Tagger erkämpft sich in Guangzhou 3. WTA-Halbfinale
Lilli Tagger bleibt bei den Guangzhou Open auf der Siegerinnenstraße. Die 18-Jährige ist bei dem WTA-250-Hartplatzevent in der chinesischen Metropole Guangzhou in das dritte Semifinale ihrer Karriere auf der WTA-Tour eingezogen. Nach zwei klaren 6:2,-6:2-Siegen musste die Osttirolerin diesmal zwar hart kämpfen und auch einen Satz abgeben, setzte sich allerdings gegen die einheimische Wildcard-Besitzerin Han Shi (WTA 162) nach 2:38 Stunden mit 6:4, 3:6, 7:5 durch. Tagger tritt nun mit einer weißen Weste an ihre nächste Heraufgabe heran: Sie hat bisher noch kein Halbfinalmatch auf WTA-Ebene verloren und ging sowohl bei ihrem ersten Finaleinzug in Jiujiang (China) vor einem Jahr als auch bei ihrem ersten WTA-Titel in Prag (Tschechien) im Juli als Siegerin vom Court. Das soll ihrer Vorstellung nach freilich auch am Samstag so bleiben, wo sie in der dritten Partie nach 7:30 Uhr MEZ die 20-jährige Spanierin Kaitlin Quevedo (WTA 86) erwartet.
Tagger gewann in ihrer Viertelfinalbegegnung den Eröffnungsdurchgang nach 0:2-, 1:2- und 0:40- sowie 2:3-Rückstand durch satzübergreifend sechs Spielgewinne in Serie und schien bei 6:4, 2:0 dem nächsten Coup entgegenzusteuern. Shi blieb hartnäckig und ließ ihr im zweiten Satz danach bloß noch ein Game. Der Entscheidungssatz wurde zu einem Hin und Her, aus rot-weiß-roter Sicht letztlich mit Happy End. Tagger lag bereits 1:2 mit Break und 2:4 zurück, konterte aber mit drei Games am Stück und fand im zehnten Spiel einen ersten Matchball vor, den sie noch ausließ. Bei 6:5 war es allerdings so weit: Nach 40:15-Führung für Shi sowie einem dritten Spielball holte der Schützling von Francesca Schiavone die letzten drei Punkte und hierdurch den Sieg. Ein Erfolg, der Tagger äußerst gelegen kommt: Ihr fällt am Montag das Jiujiang-Vorjahresendspiel aus der Wertung. Mit ihrem Halbfinaleinzug konnte sie den ihr drohenden, erheblichen Weltranglistenabsturz deutlich dämpfen. Die WTA-Nummer 53 nimmt im Liveranking aktuell Platz 61 ein.